Buchdetails

Weyhe, Maximilian Friedrich/ Wolter, J.W./ Funke, P.W./ (Fortgesetzt von Th.Fr.L.Nees von Esenbeck)

Plantae officinales oder Sammlung officineller Pflanzen. Mit lithographierten Abbildungen von A. Henry und Beschreibungen

Düsseldorf, in der lithographischen Anstalt Arnz & Comp., 1828-1833

Bemerkungen: Sehr seltene vollständige Originalausgabe in 4 Bänden (1 Inventarband mit Beschreibungen und 3 Atlasbänden) mit allen insgesamt 558 in vielfach noch leuchtend satten Farben kolorierten Hand-Lithographien officinaler Pflanzen von A. Henry der Jahre 1828-1833. Das schon damals sehr bedeutende Werk wurde in Zusammenarbeit von Weyhe, Wolter und Funke begonnen und später von Nees von Esenbeck fortgeführt. Maximilian Friedrich Weyhe (1775 - 1846) war königlicher Gartenbauinspektor in Düsseldorf und schuf verschiedene bedeutende Parkanlagen seiner Zeit; Wolter war niedergelassener Arzt in Düsseldorf und mit Weyhe eng befreundet, Funke war Direktor der Gärten auf Schloss Dyck bei Neuss und sorgte im beginnenden 18. Jh. dort in Diensten der Grafen zu Salm-Reifferscheidt dafür, dass Schloss Dyck mit seinen Gärten so etwas wie eine pommologische Hochburg der damaligen Zeit wurde und ergiebig Einfluss auf die preußische Gartenbauvereinkultur des 19. Jh. nahm. Nach der Zusammenstellung des ersten Supplement-Bandes führte Nees von Esenbeck (1776 - 1858) die Sammlung der lithographgierten Pflanzen mit bis 1838 insgesamt 8 Hefte fort, die aber nie wieder in Fortführung eines 2. Supplementbandes zusammen gebunden bekannt wurden. Die 4 Bände stellen insofern die erste und einzige Gesamtausgabe des Werkes von 1828/ 1833 dar. Nees von Esenbeck war ein bedeutender Botaniker der damaligen Zeit und hatte als Direktor der botanischen Gärten an den Universitäten Leiden und Bonn Zugriff auf eine der umfassendsten Pflanzensammlung der damaligen Zeit. Die lithographierten Abbildungen des Werkes wurden in natura an lebenden Pflanzen vorwiegend in den Bonner Gärten vorgenommen. Das Werk geht wahrscheinlich auf eine von Weyhe 1821/ 1822 angelegte Sammlung von 7 Heften mit Pflanzenlithographien zurück. Vgl. Pritzel 6662; Jackson p. 201; Nissen BBI 1442; Great flower books S. 69; Stafleu & Cowan 17.391 und III S. 712; Johnston 945.

Beschreibung: 4 Bände in originalem Lederbezug mit goldgeprägtem Rücken:
a. Band 1 (1828): Ein inventarischer Textband mit Beschreibungen officinaler Pfanzen; Format/ Einband: 41 x 27,5 cm; dreiseitigem Rotschnitt, knapp 600 Seiten ohne Seitenzahlen, mit schriftlicher von alter Hand vorgenommener Durchnummerierung von 432 beschriebenen Pflanzen auf jeder Seite und im Inhaltsverzeichnis; Einbandbezug stark berieben, an den Ecken und Rändern vor allem unten durchgerieben; Seite 33/34 am Ende des ersten Druckbogens leicht aus der Fadenbindung gelöst mit kleinem Riss; ansonsten sehr guter Erhaltungszustand mit wenigen Stockflecken bzw. Wasserrändern.
b. Band 2 (1828): Atlas-Band I mit z.T. kolorierten 224 ganzseitigen Hand-Lithographietafeln der Pflanzen; Format: 48,5 x 32 cm; dreiseitigem Rotschnitt, 224 Tafelseiten; mit schriftlicher von alter Hand (mit einem Irrtum) vorgenommener Durchnummerierung von 224 handlithographierten Pflanzenabbildungen; Einbandecken unten bestoßen; Einbandbezug berieben; alle Seiten einwandfrei, z.T. mit leichten Stockflecken; sehr guter Erhaltungszustand.
c. Band 3 (1828): Atlas-Band II mit z.T. kolorierten 214 ganzseitigen Hand-Lithographietafeln der Pflanzen; Format: 48,5 x 32 cm; dreiseitigem Rotschnitt, 214 Tafelseiten; mit schriftlicher von alter Hand (mit einem Irrtum) vorgenommener Durchnummerierung von 214 handlithographierten Pflanzenabbildungen; Einbandecken unten bestoßen; Einbandbezug berieben; Frontispiz mit Papierfalte; alle Seiten einwandfrei, z.T. mit leichten Stockflecken; sehr guter Erhaltungszustand.
d. Band 4 (1833): Atlas-Band als Supplementband mit weiteren z.T. kolorierten 120 ganzseitigen Hand-Lithographien der Pflanzen; Format: 48,5 x 31 cm; dreiseitigem Rotschnitt, 120 Tafelseiten; mit schriftlicher von alter Hand vorgenommener Durchnummerierung von 120 handlithographierten Pflanzenabbildungen; Einbandbezug stark berieben, an den Ecken und Rändern vor allem unten durchgerieben; Frontispiz mit Papierfalte; Tafel 23 mit ca. 5 cm Papierausbruch am Rand; bei Tafel 118 leichter Aufbruch der Fadenheftung im Einband; ansonsten sehr guter Erhaltungszustand mit sehr wenigen Flecken.

Schätzpreis: 12500,00 Euro, BNr. 005

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